„Irritierend, aber gut!“ (Hannah)


„Ein Stück zum Nachdenken!“ (Nele)


„Fragmentarischer Irrsinn“ (Michel)


„Stop smoking! (Thure)


Die Stadt P. ist in Gefahr. „Am schlimmsten sind die Frauen, die sind am fanatischsten.“ Echt jetzt? Scheinbar schon, denn bereits beim Einlass werden wir kontrolliert: Jacke ausziehen bitte! Arme ausbreiten! Tasche öffnen! Piep, piep, piep – die Durchleuchtungslampe ist offensichtlich Quatsch, löst trotzdem Beklemmungen aus. „Wie super, dass schon der erste Schritt in den Zuschauerraum zum Stück gehört“, resümiert Michel.
Aber welcher Zuschauerraum? Wir sitzen mitten auf der Bühne in einem Green-Room und realisieren spätestens jetzt: Jeder Zuschauer ist auch Teil des Stücks. Wir sind die Gesellschaft, die hier infrage gestellt wird. Aber was ist unsere Rolle? „Sollte das Volk ein Hündchen sein, das seinem Herrn die Schuhe leckt, oder wird es zur reißenden Bestie?“ Gute Frage, auf die aber auch der Ermittler keine Antwort findet. Er will Geheimnisse enthüllen, die nicht enthüllt werden dürfen. Er will einen Vermisstenfall aufklären, obwohl die Vermisste (als Zeugin?) anwesend ist.
In P. ist nichts, wie es scheint. Recht und Ordnung werden auf den Kopf gestellt. Rollen wechseln, doppeln sich, tun das, was niemand erwartet, tun vieles, tun nichts: Spätestens, wenn der Polizeichef sich am Hauptmann vergreift, der gleichzeitig Kindermädchen ist, wird klar: Hier herrscht der Irrsinn!
Wenn der Polizeichef den Staat vertritt, was ist dann die Aufgabe des Staates? Schutz oder Manipulation? Und woher kommt all die Gewalt? Ist sie Teil der Gesellschaft? Sind wir – das Publikum – Ursache oder Opfer der Gewalt?
„Die Polizey“ ist ein faszinierendes Verwirrspiel. „Das Stück hat mich echt zum Nachdenken gebracht“, sagt Nele. Genau das habe Spaß gemacht und sei ein absoluter Mehrwert gegenüber einem Kinoabend.
Zwischen all den Verwirrungen faszinierten uns die tollen Standbilder, Szenen, die an Improtheater erinnerten und auch die Musik.
Mir ist absolut unklar, wie die Schauspielenden es schaffen, nicht zu lachen!“, bewundert Nele die Profis auf der Bühne. Wir haben Tränen gelacht!
Es war unser erster Besuch im Schlosstheater, bestimmt aber nicht der letzte!

(Hanna, Michel, Nele, Thure)

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