Bereits im Herbst 2018 begann das auf mehrere Jahre angelegte Interreg-Projekt „Nachbarsprache & Buurcultuur" am GREM mit dem Willibrord Gymnasium in Deurne. Nachdem bereits im vergangenen Schuljahr die Jahrgangsstufe Q1 in der Auftaktphase teilnahmen, wurde dieses Jahr die erste Austauschbegegnung der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. Das Besondere: Die Austauschpartner werden sich nicht nur in diesem Schuljahr begegnen, sondern bis in die Qualifikationsphase hinein immer wieder treffen, um gemeinsam zu lernen, Exkursionen durchzuführen oder die Kultur des Nachbarn kennenzulernen.
Im Herbst besuchten uns 8 Schülerinnen und Schüler (SuS) unseres neuen Partnergymnasiums in Deurne. In den Niederlanden sind Gymnasium selten und häufig altsprachlich ausgelegt, d.h. man lernt dort grundsätzlich von Beginn an Latein und Altgriechisch. Aber auch Deutsch steht dort hoch im Kurs. Darum waren die Teilnahmeplätze in Deurne heiß begehrt und man merkte schon beim ersten Treffen, dass die SuS dort hoch motiviert waren, uns mit bestmöglichen Deutschkenntnissen zu begegnen. Und tatsächlich waren die SuS des GREM positiv bis leicht erschrocken, „wie gut" die Partner nach nur 1,5 Jahren Unterricht Deutsch sprechen konnten.
Am ersten Tag standen viele kurzweilige und interaktive Kennenlernspiele auf dem Programm. Diese stammen alle aus dem Materialfundus des Projektes und erfreuten sich großer Beliebtheit. Aber auch der leckere Lunch, bestehend aus frisch-belegten Brötchen sowie Pizzabrötchen und Frischobst aus unserer Mensa, kam prima an. Die Gäste waren von den deutschen Brötchen begeistert, denn die unterscheiden sich von den Backwaren in den Niederlanden doch erheblich.

Am Mittag wurde die Moerser Innenstadt im Rahmen einer Foto-Challenge erkundet. Hierbei ging es darum, Besonderheiten der deutschen Kultur im öffentlichen Raum zu finden und diese zu fotografieren. Diese Ergebnisse wurden dann in Deurne beim Gegenbesuch mit entsprechenden niederländischen Pendants zusammengefügt und so wurde deutlich, worin sich die beiden Länder doch so unterscheiden (z.B. Funktionsweisen der Briefkästen, Alkoholverkauf oder die Beschaffenheit von Autokennzeichen). Im Anschluss ging es in die Gastfamilien, den Abend gestalteten die SuS eigenständig, beispielsweise beim Bowling-Spielen.
Dienstags ging es ins schöne Köln, wo zuerst ein Besuch im römisch-germanischen Museum auf dem Programm stand. Dort lernten die SuS im Mosaik-Workshop, wie ein Mosaik entsteht und welche Bedeutung diese kunstvolle Boden- und Wandgestaltung hatte. Köln als ehemalige römische Stadt war dabei natürlich auch für die Deurner SuS spannend, da sie ja bereits lange Lateinunterricht haben. Nach einer Pause für Freizeit und Essen ging es nachmittags noch in den Kölner Dom. Ein Poster dieser berühmten Kirche erhielten die Gäste als Geschenk für ihren Deutschraum in Deurne.
Am Mittwoch war schon der letzte Tag, an dem ein Memoryspiel gebastelt wurde und Quizze rund um die Niederlande und Deutschland das Wissen der Austauschschüler auf die Probe stellten. Auch in den Unterricht an unserer Schule durften die Niederländer reinschnuppern und sahen, wie es an einer deutschen Schule so zugeht. Gegen Mittag verabschiedeten wir die Gäste nach Hause.

Der Gegenbesuch fand dann vom 20.-22. Mai statt. Die Deurner hatten sich ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm überlegt. Los ging es am Mo. mit kurzweiligen Übungen, bei denen sich die Partner in Sprechanlässen wieder annähern sollten. Nach einem kleinen Lunch ging es in die gemütliche Innenstadt von Deurne – natürlich standesgemäß mit echten Hollandrädern, die uns Deutschen einige niederländische SuS des Gymnasiums liehen. In Deurne wurde dann die Foto-Challenge aus Moers fortgesetzt und endete in einer kleinen Präsentation mit Power Point und in der jeweiligen Fremdsprache.
Am Dienstag hatten uns zwei Studentinnen der Uni Nijmegen, die ebenfalls im Projekt mitarbeiten, eine schöne Stadtrally durch Eindhoven zusammengestellt, welche die SuS mit ihren Partnern durchführten. Im Anschluss ging es in die „Ontdekfabriek" (Entdeckerfabrik), in der man vor einer grünen Wand selbst kleine Videoclips mit Animationen und Accessoires drehen durfte. Auch eine Kettenreaktion mit allerlei Mechanismen sollte installiert werden, die möglichst lang und effektvoll ist. Die Workshops verlangten viel Kreativität ab, kamen aber sehr gut an!
Den letzten Tag begannen die SuS bei einem Sportspiel, bei dem die Niederländer gegen die Deutschen (und dem niederländischen Jungen Wessel als Unterstützung) antraten. Das Spiel fachte den Ehrgeiz zu gewinnen ordentlich an und trotz Niederlage gab es viel Lob für die deutschen SuS, die sich fürs erste Mal sehr gut geschlagen hatten.
Nach einer Hospitation im regulären Unterricht der Niederländer (u.a. Latein und Sport) klang der Tag bei verschiedenen Lernspielen aus. Gegen 12:00 Uhr ging es zurück nach Moers. Das Fazit lautet bei allen Teilnehmern, dass sich die Teilnahme gelohnt hat und man sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr freue. Für die künftige Jahrgangsstufe 9 wird es im kommenden Schuljahr dann auch die Möglichkeit für die Teilnahme am Austausch mit den Niederlanden geben.
Tei

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