Laura Berger, Jacob Nolte und Merit Wichern erhalten Urkunden für dieTeilnahme am diesjährigen Essay-Wettbewerb Deutsch der Berkenkamp- Stiftung.

Laura Berger, Jacob Nolte und Merit Wichern haben ihre Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme am Essaywettbewerb Deutsch der Berkenkamp-Stiftung erhalten, den die Bezirksregierung Münster seit vielen Jahren ausrichtet.
Sie haben die lange Zeit des Lockdowns im Februar und März 21 für ein Projekt genutzt, das das freie Schreiben fördert.
Hierzu werden drei verschiedene Essaythemen vorgegeben und die Schreiber*innen haben knapp zwei Monate Zeit, über eins dieser Themen drei Din A4-Seiten zu füllen. Die üblichen Schreibformate, die im Deutschunterricht vermittelt werden müssen, haben beim Schreiben eines Essays keine Relevanz.
"'Zweifel reizt mich nicht weniger als Wissen.'" Dieses Zitat von Dante Alighieri war die Überschrift des ersten Themas. Jacob Nolte schreibt u.a dazu: "Mit Blick auf das Zitat von Dante mag man sich nun fragen, warum 'reizt' mich der Zweifel und was versteht dieser aus dem Mittelalter stammende Mann eigentlich unter 'reizt'? Betrachte ich mein Verhalten sowohl in der Schule als auch in interessanten Diskussionen mit meinem Vater, so wird schnell klar, dass ich gern bewusst eigentümliche Positionen vertrete. Diese müssen oft nicht im Entferntesten mit meiner eigentlichen Meinung oder Überzeugung zusammenhängen. Warum mache ich das?"
"'Nichts, wenn man es überlegt, kann dazu verlocken, in einem Wettrennen der erste sein zu wollen.'" Dieses Kafka-Zitat war die Überschrift des zweiten Themas. Laura Berger schreibt u.a. dazu: "Wenn jemand erster sein wird, erscheint dieser so fröhlich. Nach diesem Gefühl langen alle. Stolz sein. Gewinnen. Egal was es kostet, [...] Verlieren ist das Beste, was dir passieren kann. So viele haben Angst davor zu versagen, doch wenn man immer nur gewinnt, dann kann man sich nie verbessern."
"Was ist ein Gedanke?" So lautete die Überschrift des dritten Themas. Merit schreibt u.a. dazu: "Ein kleines Kind [...], das sich ein Eis wünscht, äußert einen qualitativ eher geringeren Gedanken. Trotzdem kann es etwas dadurch verändern, wenn es dieses Eis bekommt. Das Ziel ist erreicht! [...] Im Vergleich dazu: Ein Querschnittsgelähmter kann mithilfe eines Computerprogramms mit seinen Gedanken einen Rollstuhl steuern. [...] Hier wirkt ein komplexer Zusammenhang von Vorprogrammierung, wie sie die Computerlinguistik hervorbringt, und einem bedürftigen Benutzer des Programms, der diese zu seinem Zweck abruft."

Julia Dewenter

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