Am Dienstag, den 2.4., besuchte der EF Gk Musik eine Vorstellung von Mozarts „Zauberflöte" in Duisburg, eine Oper, die fälschlicherweise häufig für eine Kinderoper gehalten wird, aber so komplex ist, dass man sich damit auch mehrere Wochen im Oberstufenunterricht sinnvoll beschäftigen kann.
Die Inszenierung von Barrie Kosky, der seit einigen Jahren die Komische Oper in Berlin leitet, ist jetzt in Duisburg wiederaufgenommen worden. Sie ist eine Gemeinschaftsproduktion der Oper in Los Angeles, der Komischen Oper in Berlin und der Deutschen Oper am Rhein.
Ihr markantestes Zeichen ist die computeranimierte „Kulisse", in der die einzelnen Sängerinnen und Sänger oft an einem festen Platz stehen und das projizierte Bild dem Standort entsprechend angepasst und weiterbewegt wird, sodass sehr wechselhafte Umgebungen simuliert werden.
Musikalisch bedeutete der Opernbesuch eine Herausforderung für einige aus dem Kurs, da Opernarien nicht als Standardliedgut heutiger Hörgewohnheiten zu zählen sind.
Aber die Rachearie der Königin der Nacht, die in ihrer unendlich scheinenden Wut bis ins Pfeifregister koloriert, war dann doch mit Spannung von allen erwartet und enttäuschte nicht.
Drei Tage nach unserem Opernbesuch ist der Große Saal des Theaters Duisburg bis auf weiteres unbespielbar: In der Nacht vom 4. auf den 5.4. liefen durch eine falsch ausgelöste Sprinkleranlage 80.000 Liter Wasser in den Bühen- und Publikumsraum.
Da haben wir Glück gehabt, denn das dürfte die einzige Vorstellung der „Zauberflöte" in dieser Spielzeit gewesen sein.

Julia Dewenter

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