Projekt „Nachbarsprache – buurcultuur“

Schüleraustauschbegegnungen zwischen dem Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers (D) & dem Willibrord Gymnasium in Deurne (NL)

Projektbeschreibung

Das Projekt "Nachbarsprache & buurcultuur" ist ein von der Universität Duisburg-Essen und Radboud Universiteit initiiertes Projekt, das im Rahmen des INTERREG V-Programms gefördert wird. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern werden Schulen in der Grenzregion dabei unterstützt, sodass die SchülerInnen mithilfe von verschiedenen Austauschbegegnungen in der deutsch-niederländischen Grenzregion eine regionale und europäische Identität entwickeln können. Das Gymnasium Rheinkamp Europaschule Moers ist seit 2017 teilnehmende Schule des Projektes. Hierbei stehen folgende Aktivitäten im Zentrum:

  • Schüleraustausche in verschiedenen Jahrgangsstufen im Fach Niederländisch
  • Mitarbeit bei der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für den Deutsch- & Niederländischunterricht
  • Teilnahme an Workshops
  • Nutzung von Monitoring


Im Rahmen des Projektes verfolgen wir dabei folgende Ziele:

  • Förderung und Intensivierung des Niederländischunterrichtes
  • Intensivierung grenzüberschreitender Kontakte
  • Interesse an der Nachbarsprache & -kultur fördern und dabei interkulturelle Kompetenz stärken
  • SchülerInnen auf eine grenzüberschreitende Zukunft vorbereiten

Konzeption des neuen Schüleraustauschprogramms mit Deurne (NL)

Seit dem Schuljahr 2017/2018 gibt es ein umfassendes Schüleraustauschprogramm zwischen dem GREM und dem Willibrord Gymnasium in Deurne. Durchgeführt wird der Austausch verschiedener Jahrgänge mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Da die SchülerInnen auf beiden Schulen zeitgleich mit dem Erlernen der jeweiligen Nachbarsprache beginnen, wachsen die Sprachkenntnisse der beiden Lerngruppen parallel und erreichen ein vergleichbares Niveau. So kann die auf beiden Seiten bestehende zunehmende Progression genutzt werden, um die Begegnungen intensiver und inhaltlicher stets umfassender zu gestalten.

Am Austauschprojekt nahm im Schuljahr 2017/2018 zunächst der Grundkurs der Jahrgangsstufe Q1 im Rahmen einer zweitägigen Begegnung teil.

Seit dem Schuljahr 2018/2019 besteht nun die Möglichkeit, für die Jahrgangsstufe 9 am Austauschprojekt in Rahmen eines mehrtägigen Besuchs in Deurne und des Gegenbesuches in Moers teilzunehmen. Gefördert werden dabei die Fremdsprachenkenntnisse sowie die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Begegnungen 2017/2018

Hier geht es zum Bericht und der Fotogalerie zu den Austauschbegegnungen des Grundkurses Niederländisch Q1 und dem Oberstufenkurs Deutsch des Willibrord Gymnasiums Deurne.

Begegnungen 2018/2019

Hier geht es zum Bericht und der Fotogalerie zu den Austauschbegegnungen des Differenzierungskurses Niederländisch der Jgst.9 und dem Deutschkurs des Willibrord Gymnasiums Deurne.

Weiterführende Informationen

Näheres zum Projekt, Veranstaltungen und teilnehmenden Schulen finden Sie unter http://www.ru.nl/nachbarsprache/

Förderer des Projektes

 

Ansprechpartner:

R. Teige, Fachbereichsleitung Niederländisch & Koordination des Austauschprogramms
Stand: Juli 2019

 

Berichte

Bereits im Herbst 2018 begann das auf mehrere Jahre angelegte Interreg-Projekt „Nachbarsprache & Buurcultuur" am GREM mit dem Willibrord Gymnasium in Deurne. Nachdem bereits im vergangenen Schuljahr die Jahrgangsstufe Q1 in der Auftaktphase teilnahmen, wurde dieses Jahr die erste Austauschbegegnung der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. Das Besondere: Die Austauschpartner werden sich nicht nur in diesem Schuljahr begegnen, sondern bis in die Qualifikationsphase hinein immer wieder treffen, um gemeinsam zu lernen, Exkursionen durchzuführen oder die Kultur des Nachbarn kennenzulernen.
Im Herbst besuchten uns 8 Schülerinnen und Schüler (SuS) unseres neuen Partnergymnasiums in Deurne. In den Niederlanden sind Gymnasium selten und häufig altsprachlich ausgelegt, d.h. man lernt dort grundsätzlich von Beginn an Latein und Altgriechisch. Aber auch Deutsch steht dort hoch im Kurs. Darum waren die Teilnahmeplätze in Deurne heiß begehrt und man merkte schon beim ersten Treffen, dass die SuS dort hoch motiviert waren, uns mit bestmöglichen Deutschkenntnissen zu begegnen. Und tatsächlich waren die SuS des GREM positiv bis leicht erschrocken, „wie gut" die Partner nach nur 1,5 Jahren Unterricht Deutsch sprechen konnten.
Am ersten Tag standen viele kurzweilige und interaktive Kennenlernspiele auf dem Programm. Diese stammen alle aus dem Materialfundus des Projektes und erfreuten sich großer Beliebtheit. Aber auch der leckere Lunch, bestehend aus frisch-belegten Brötchen sowie Pizzabrötchen und Frischobst aus unserer Mensa, kam prima an. Die Gäste waren von den deutschen Brötchen begeistert, denn die unterscheiden sich von den Backwaren in den Niederlanden doch erheblich.

Am Mittag wurde die Moerser Innenstadt im Rahmen einer Foto-Challenge erkundet. Hierbei ging es darum, Besonderheiten der deutschen Kultur im öffentlichen Raum zu finden und diese zu fotografieren. Diese Ergebnisse wurden dann in Deurne beim Gegenbesuch mit entsprechenden niederländischen Pendants zusammengefügt und so wurde deutlich, worin sich die beiden Länder doch so unterscheiden (z.B. Funktionsweisen der Briefkästen, Alkoholverkauf oder die Beschaffenheit von Autokennzeichen). Im Anschluss ging es in die Gastfamilien, den Abend gestalteten die SuS eigenständig, beispielsweise beim Bowling-Spielen.
Dienstags ging es ins schöne Köln, wo zuerst ein Besuch im römisch-germanischen Museum auf dem Programm stand. Dort lernten die SuS im Mosaik-Workshop, wie ein Mosaik entsteht und welche Bedeutung diese kunstvolle Boden- und Wandgestaltung hatte. Köln als ehemalige römische Stadt war dabei natürlich auch für die Deurner SuS spannend, da sie ja bereits lange Lateinunterricht haben. Nach einer Pause für Freizeit und Essen ging es nachmittags noch in den Kölner Dom. Ein Poster dieser berühmten Kirche erhielten die Gäste als Geschenk für ihren Deutschraum in Deurne.
Am Mittwoch war schon der letzte Tag, an dem ein Memoryspiel gebastelt wurde und Quizze rund um die Niederlande und Deutschland das Wissen der Austauschschüler auf die Probe stellten. Auch in den Unterricht an unserer Schule durften die Niederländer reinschnuppern und sahen, wie es an einer deutschen Schule so zugeht. Gegen Mittag verabschiedeten wir die Gäste nach Hause.

Der Gegenbesuch fand dann vom 20.-22. Mai statt. Die Deurner hatten sich ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm überlegt. Los ging es am Mo. mit kurzweiligen Übungen, bei denen sich die Partner in Sprechanlässen wieder annähern sollten. Nach einem kleinen Lunch ging es in die gemütliche Innenstadt von Deurne – natürlich standesgemäß mit echten Hollandrädern, die uns Deutschen einige niederländische SuS des Gymnasiums liehen. In Deurne wurde dann die Foto-Challenge aus Moers fortgesetzt und endete in einer kleinen Präsentation mit Power Point und in der jeweiligen Fremdsprache.
Am Dienstag hatten uns zwei Studentinnen der Uni Nijmegen, die ebenfalls im Projekt mitarbeiten, eine schöne Stadtrally durch Eindhoven zusammengestellt, welche die SuS mit ihren Partnern durchführten. Im Anschluss ging es in die „Ontdekfabriek" (Entdeckerfabrik), in der man vor einer grünen Wand selbst kleine Videoclips mit Animationen und Accessoires drehen durfte. Auch eine Kettenreaktion mit allerlei Mechanismen sollte installiert werden, die möglichst lang und effektvoll ist. Die Workshops verlangten viel Kreativität ab, kamen aber sehr gut an!
Den letzten Tag begannen die SuS bei einem Sportspiel, bei dem die Niederländer gegen die Deutschen (und dem niederländischen Jungen Wessel als Unterstützung) antraten. Das Spiel fachte den Ehrgeiz zu gewinnen ordentlich an und trotz Niederlage gab es viel Lob für die deutschen SuS, die sich fürs erste Mal sehr gut geschlagen hatten.
Nach einer Hospitation im regulären Unterricht der Niederländer (u.a. Latein und Sport) klang der Tag bei verschiedenen Lernspielen aus. Gegen 12:00 Uhr ging es zurück nach Moers. Das Fazit lautet bei allen Teilnehmern, dass sich die Teilnahme gelohnt hat und man sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Schuljahr freue. Für die künftige Jahrgangsstufe 9 wird es im kommenden Schuljahr dann auch die Möglichkeit für die Teilnahme am Austausch mit den Niederlanden geben.
Tei

Am 04.06.2018 startete nach einiger Planungszeit das Interreg-Projekt „Nachbarsprache – Buurcultuur“ am GREM mit dem Besuch eines Oberstufenkurses Deutsch des Willibrord Gymnasiums in Deurne (NL). Das GREM ist dabei eine von mehreren Schulen, die im Rahmen dieses mehrjährig angelegten Projektes ein Austauschprogramm durchführen, welches von den Universitäten Duisburg/Essen und Nijmegen wissenschaftlich begleitet und finanziell unterstützt wird. Teilgenommen haben an dieser ersten Begegnung der Grundkurs Niederländisch der Q1, welcher sich durch überdurchschnittlich gute Leistungen diese Pilotteilnahme verdient hat.

Die Begegnung bestand aus zwei Tagen, an denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam kleine Kennenlern- und Erkundungsspiele durchführten und an einem Projekt arbeiteten. Die Zielsprache war dabei in Moers natürlich Deutsch, in Deurne Niederländisch. Alle Schülerinnen und Schüler kamen mit diesen beiden Sprachen auch prima zurecht, sodass Englisch als Hilfssprache praktisch nicht verwendet wurde. 

Bei der Stadterkundung ging es darum, besonders landestypische Dinge ausfindig zu machen und zu fotografieren. Das wurde in beiden Ländern gemacht, sodass man in der in Deurne stattgefundenen Präsentation die kleinen und großen kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Nachbarn deutlich zu sehen bekam. Die Schülerinnen und Schüler bekamen dabei auch von den Mitarbeiterinnen der Uni Nijmegen, die uns an beiden Tagen begleiteten, großes Lob für ihre kreativen Umsetzungen und sehr guten Sprachkenntnisse. Die niederländischen Schüler wunderten sich beispielsweise über die zahlreichen Brotsorten in unseren Bäckereien, während unseren Schülern auffiel, dass man in den Niederlanden nicht in Fahrtrichtung parken muss. 

Die zweite Tagesaufgabe bestand darin, ein Foto-Memory zu erstellen, welches künftig als Lehrmaterial im Fremdsprachenunterricht genutzt werden kann. Hier wurden immer Fotopaare gefunden, z.B. ein deutscher und ein niederländischer Briefkasten, woran auch wieder die landestypischen Aspekte deutlich werden. Auch dies ist ein Ziel des Projektes: Nachhaltige Ergebnisse aus den Begegnungen für weitere schulische Arbeit nutzen zu können.

Abschluss war der Besuch des Technikmuseums in Eindhoven, welches vom bekannten Elektronikbetrieb Phillips betrieben wird. Dort durchliefen die Projektteilnehmer selbstständig eine iPad-Tour in Kleingruppen. Am Ende beider Tage wurde das Programm und die Durchführung evaluiert, sodass auch die Projektplaner für die nächste Runde gelungene Punkte übernommen und andere Dinge noch verbessert werden können. 

Im Schuljahr 2018/2019 wird dann für den Grundkurs erneut eine Begegnung stattfinden und erstmals wird das Projekt in seinem zukünftigen Turnus ab der Jahrgangsstufe 9 im Bereich des Differenzierungskurses Niederländisch mit einem mehrtägigen Austausch gestartet. Wir freuen uns auf die nächste Runde!

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